Pinneberger Tageblatt: Wasser marsch – ohne Keime

Regelmäßiges Spülen von Wasserleitungen

Wegen der Corona-Krise steht die Nutzung von vielen Gebäuden derzeit still. Dies kann jedoch bedenkliche Folgen für die Wasserversorgung haben, denn in den Gebäuden stehen somit auch die Wasserleitungen still, was mit der Zeit zu einem Legionellenbefall führen kann. Städte und Gemeinden raten nun deshalb dazu, in leerstehenden Gebäuden unbedingt regelmäßig die Wasserleitungen aufzudrehen, um dem Befall von Legionellen vorzubeugen.

Pinneberger Tageblatt: Wasser marsch – ohne Keime

Bakterienbefall vorbeugen

Doch die Gefahr der Legionellen darf nicht unterschätzt werden, handelt es sich doch schließlich um ein lebenswichtiges Gut: Unser Trinkwasser. Ob Hotels, Gaststätten, Kindergärten, Schulen, Geschäfte, Sporthallen oder Ferienwohnungen und vieles mehr - die nur wenig bis gar nicht genutzten Wasserleitungen begünstigen das Entstehen einer Wasserverunreinigung durch die genannten Bakterien. Dabei handelt es sich um stäbchenförmige Bakterien, die beim Menschen unterschiedliche, teils schwere Erkrankungen hervorrufen.

Grundsätzlich müssen Wasserleitungen regelmäßig mittels einer Gefährdungsanalyse des Wassers überprüft werden, so schreibt es die Trinkwasserverordnung vor. Die Gefährdungsanalyse des Wassers dient zur Gewährleistung einer ausreichenden Trinkwasserhygiene. Nur fachmännisches Personal sollte diese Analyse durchführen, um eine etwaige Fehleranalyse zu vermeiden. Von der eigenen Durchführung der Analyse ist deshalb dringend abzuraten, denn in den meisten Fällen führt dies zu einer Fehleranalyse.

Wer sich mit dem Leitungsschema und den Leitungsquerschnitten nicht auskennt, kann die Analyse nicht ordnungsgemäß durchführen. Die dadurch entstehende Fehleranalyse, bei der ein bestehender Bakterienbefall womöglich unentdeckt bleibt, kann verheerende gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Außerdem kostet es viel Zeit und Geld, die infizierten, verunreinigten Wasserleitungen wieder auf Vordermann zu bringen. Eine professionell durchgeführte Gefährdungsanalyse stellt hingegen zuverlässig sicher, dass die Verwendung des Trinkwassers aus den entsprechenden Leitungen vollkommen unbedenklich ist.

Maßnahmen zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität

Damit auch nach der Wiederinbetriebnahme der Gebäude die nächste Gefährdungsanalyse des Wassers ein zufriedenstellendes Ergebnis liefert, müssen die dortigen Wasserleitungen regelmäßig durchgespült werden. So kann eine Eindämmung der Infektionsgefahr durch Legionellen erreicht werden.

Mithilfe von externen Dienstleistern lässt sich diese Maßnahme in den leerstehenden Gebäuden effizient durchführen. Es reicht nämlich nicht, die Wasserhähne nur drei Minuten aufzudrehen. Gleichzeitig soll aber auch nicht unnötig Wasser verschwendet werden. Temperaturmessungen und das Protokollieren der Maßnahme sollen die Durchführung unterstützen. Das Durchspülen kann je nach Gebäudekomplex einen ganzen Arbeitstag von acht Stunden in Anspruch nehmen. Im Idealfall sollten die Trinkwasserinstallationen alle 72 Stunden betätigt und ausreichend durchgespült werden. Viel Arbeit, stellen die Landratsämter der Städte und Gemeinden fest. Doch am Ende wird sich der Aufwand unserer Gesundheit zuliebe auszahlen, wenn bei der nächsten anstehenden Gefährdungsanalyse ein optimales Ergebnis festgestellt wird.

Laut Trinkwasserverordnung sollte die Wasseranalyse mindestens alle drei Jahre durchgeführt werden. In der Vergangenheit kam es durchaus schon vor, dass bei einer Routinekontrolle Legionellen in den Wasserleitungen entdeckt wurden. Dies sollte durch den derzeitigen Stillstand der aktuellen Pandemie auf keinen Fall begünstigt werden. Auch Geschirrspüler und Waschmaschinen, die zum Beispiel in Hotels oder Gaststätten aufzufinden sind, sollten regelmäßig mit einem Schnelldurchlauf ohne Befüllung, dafür aber mit möglichst hohen Wassertemperaturen in Betrieb genommen werden. Dadurch werden eventuelle Bakterien auf zuverlässige Weise abgetötet und einem unerwünschten Befall rechtzeitig vorgebeugt.

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