Legionellen im Wasser - Was ist zu unternehmen?

Was ist bei Legionellenbefall zu tun?

So kann die Trinkwasserhygiene sichergestellt werden

Es ist immer wieder eine Schlagzeile wert: Legionellen werden im Wasser gefunden. Diese Headline ist dann in aller Munde. Aber, was kann bei diesen Bakterien im Wasser gemacht werden? Wie können Vermieter die Trinkwasserqualität hochhalten? Wie gestaltet sich die Legionellenprüfung? Und ist der Vermieter zu einer Wasseranalyse verpflichtet? All diese Fragen kommen auf, wenn es um Legionellen geht, oder?

Wie gestaltet sich die Prüfung auf Legionellen?

Um den Bakterien im Wasser einen Riegel vorschieben zu können, gibt es in Deutschland strenge Regelungen, die gesetzlich abgesegnet wurden. Vermieter, die mehr als drei Mietwohnungen besitzen, sind gesetzlich verpflichtet, mindestens alle drei Jahre eine Legionellenprüfung durchführen zu lassen. Diese Verpflichtung betrifft allerdings nicht nur Vermieter. Wird das Trinkwasser gewerblich abgegeben, muss die Trinkwasserqualität ebenfalls alle drei Jahre geprüft werden. Diese Kontrolle erfolgt durch Experten in Form einer Wasseranalyse.

Warum ist die Prüfung auf Legionellen so wichtig?

Legionellen kennt jeder von uns. Jeder hat mit Sicherheit von diesen kleinen Bakterien schon etwas gehört. Es handelt sich um sogenannte Stäbchenbakterien, die ihr natürliches Vorkommen im Wasser haben. Kommt es zu sogenannten Legionellenpopulationen, kann dies zu gesundheitlichen Auswirkungen auf den menschlichen Körper führen. Deswegen nimmt die regelmäßige Legionellenprüfung einen hohen Stellenwert ein. Wasser und Wasserquellen werden auf ihre Trinkwasserqualität geprüft. Mit der Analyse des Wassers können die Bakterien nachgewiesen werden.

Wie wirkt sich die Infektion mit diesen Bakterien auf den Körper aus?

Diese Bakterien führen zur sogenannten Legionellose. In Deutschland hat diese Erkrankung leider keinen Seltenheitswert. Es zeigt sich beinahe täglich eine positive Legionellenprüfung.

Grundsätzlich zeigen sich bei diesen Bakterien zwei unterschiedliche Krankheitsverläufe:

  • Das Pontiac-Fieber
  • Die Legionärskrankheit

Was unternehmen, wenn Legionellen im Wasser vorgefunden werden?

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass sich diese Bakterien beinahe immer in der Analyse des Wassers zeigen. Hier müssen die Grenzwerte beachtet werden. Ab einem bestimmten Referenzwert ist die Reißleine zu ziehen, es müssen Vorkehrungen getroffen werden. In den meisten Fällen liegt der Grenzwert bei der Legionellenprüfung bei 100 Kolonieeinheiten pro 100 Milliliter Wasser. Weist die Analyse des Wassers einen höheren Wert auf, besteht sofortiger Handlungsbedarf. Ausnahmen für den Grenzwert liegen bei jeder Art von Pflegereinrichtungen und Kinderkrippen.

Eigentümer oder Vermieter werden nach der Prüfung über den erhöhten Wert in Kenntnis gesetzt und müssen unverzüglich Handlungsschritte in die Wege leiten. Das Ziel lautet: die Bakterien müssen wieder auf ein Minimum reduziert werden. Sobald die Legionellenprüfung erhöhte Werte anzeigt, müssen auch die Mieter über diese Grenzwerte in Kenntnis gesetzt werden.

Die Trinkwasserqualität wird aufgrund der Bakterien massiv beeinträchtigt. Sobald die Grenz- / Maßnahmewerte überschritten wurden, sollte das Wasser nicht mehr getrunken werden. Die konkreten Maßnahmen, die einzuleiten sind, richten sich nach dem Befall der Legionellen.

Weist die Analyse des Wassers einen hohen Befall mit diesen Bakterien auf, wird die thermische Desinfektion das Mittel der Wahl sein. Hierfür wird das gesamte Trinkwassersystem für mehr als drei Minuten auf über 70 Grad erhitzt. Auf lange Sicht gesehen, wird diese thermische Desinfektion nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Kommt es bei der Wasseranalyse immer wieder zu erhöhten Werten bei Legionellen, müssen auf lange Sicht gesehen, Instandsetzungsarbeiten und Sanierungen in Betracht gezogen werden.

Wie kann diesen Bakterien vorgebeugt werden?

Vorsicht ist vor allem bei diesen Bakterien besser als Nachsicht. Die regelmäßige Kontrolle des Wassersystem sollte auf keinen Fall vergessen werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, bleibt unter den gesetzlich vorgeschriebenen drei Jahren, und lässt die Analyse des Wassers in kürzeren Abständen durchführen.

Die Bakterien bilden sich vor allem dort, wo Wasserdampf an der Tagesordnung steht. Deswegen werden die Kolonien häufig in Duschen und Küchen vorgefunden. Experten raten, dass in diesen Räumlichkeiten mit besonderer Vorsicht ans Werk gegangen wird.

Wurden Duschen über einen längeren Zeitraum hinweg nicht benutzt, sollten die Leitungen für einige Minuten mit heißem Wasser gespült werden. Bei diesem Vorgang ist unbedingt darauf zu achten, dass die Fenster geöffnet bleiben, der Raum sollte auf jeden Fall verlassen werden und mit einer Maske betreten werden, um die Leitung zu schließen, da Aerosole, die das Bakterium beinhalten nur langsam zum Boden sinken.

Bei Reisen, die länger als drei Tage dauern, sollten bei Rückkehr die Leitungen gespült werden. Klingt, um einem Legionellenbefall vorzubeugen. Die Leitungen sollten gespült werden, bis kaltes klares Wasser zum Vorschein kommt.

Fazit

Ein Legionellenbefall ist nicht nur mit einem enormen Mehraufwand und mit einer potenziellen Desinfektion verbunden. Neben den Schritten, die unverzüglich durchgeführt werden müssen, können sich Krankheiten bilden. Um diesem Problem aus dem Weg zu gehen, müssen regelmäßig Analysen des Wassers durchgeführt werden.

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